Kurzgeschichten-Spam, die erste

Prolog

„Party hin oder her“, sagte Eric resigniert, „Ich fühl mich nicht gerade ausgelassen!“
Maria wußte heute Abend nichts mit ihm anzufangen, so sehr sie sich auch bemühte, wenn diese miesepetrige Kartoffel hier die miesepetrige Kartoffel raushängen lassen will, so soll er doch, auch wenn es sein Geburtstag ist. Maria war da ganz anderer Meinung, sie wollte heute Spaß haben, egal ob mit oder ohne Eric, es würde sich schon jemand finden lassen, der im Stande war, sie zu befriedigen. Da sah sie auch schon ein potentielles „Opfer“, sein Name war ihr zwar noch unbekannt, doch tippte sie auf Marc oder Thomas.
„Weißt Du was Eric, suhl Dich doch in Deinem Selbstmitleid, ich hab diese Party nicht für Dich organisiert, nur um hier phlegmatisch in der Ecke zu stehen, ich werde mich heute amüsieren, schönen Abend noch!“ Auf Erics verdutztes Gesicht achtete sie schon nicht mehr, ihre Welt bestand nur noch aus Marc oder Thomas oder wie auch immer er heißen möge.
Sie war nun eine tödliche Spinne, die damit begann ein erotisierendes Netz um Marc? (Thomas? Enrico?..) zu spinnen, um so erstaunter und ernüchterter war sie als der unbekannte Galan selbst das Wort an sie richtete: „Maria, schön Dich hier wieder zu treffen, wie erging es Dir nach unserem letzten Treffen?“ Maria wich konsterniert zurück, sie war sich absolut sicher, diesen Mann noch nie zuvor gesehen zu haben, doch woher kannte er dann ihren Namen?
Mit diesem kleinen Dialog begann die Zersplitterung ihres bisher in relativ geraden Bahnen verlaufenen Lebens.

Hauptteil

Bei dem Gespräch der Beiden stellte sich heraus, dass der gutaussehende Jüngling nicht nur ein Charmeur war, wie er im Buche steht, sondern dass er sogar eine Metzgereifachausbildung genossen hatte und somit mit seinem Verstand, genau wie mit seinem Äußeren bei Maria ordentlich Eindruck schinden konnte. Er erzählte ihr alles was ihm gerade in den Sinn kam. Angefangen bei seinem letzten Thailandurlaub, über die Unterhaltsklagen nach dem Thailandurlaub, bis zu der großen Wanne Rinderhack, in der er nach Feierabend gebadet hatte. Sie hing an seinen Lippen und war hin und weg. Sie erzählte ihm, dass sie in einer Firma arbeite, in der versucht wird den ewigen Traum des alkoholfreien Schnapses zu realisieren, und dass sie wegen ihrer Methanabhängigkeit Abends in der Tankstelle aushelfe.
Auf die Frage woher er ihren Namen wusste, fragte er verblüfft nach, ob sie ihn denn nicht mehr kennen würde. Sie antwortete mit einem klaren „Nein“, woraufhin Richard (sein wahrer Name) anfing zu erzählen:
„Wenn du es wirklich nicht mehr weißt, werde ich dir eben auf die Sprünge helfen! Als ich eines Abends frischgebadet aus der Metzgerei kam und ich das frische Brät sozusagen noch auf meiner nackten Haut spürte, wurde es mir plötzlich ganz warm um die Lenden. Also beschloss ich noch kurz in den Swingerclub zu fahren um dort meinen Druck abzulassen. Als ich dort ankam, waren leider alle Parkplätze besetzt, also stellte ich meinen tiefergelegten Opel Kadett mit 230er Schlappen, Sportlenkrad und nem Sporttankdeckel eben mal kurz ins Halteverbot. Du merkst, es war mir sehr dringend. Als ich gerade abcheckte, was da heut Abend so drin los sein könnte, hab ich diese nette Tankstellenbedienung, die noch ihre Arbeitsuniform trug, gesehen. Auf ihrem Namensschild stand groß „MARIA“ geschrieben und genau diese Maria drehte sich fünf Minuten später auf der Fickdrehscheibe im „Swing-In“ ein ums andere mal um sich selbst! Also stellte ich mich einfach mal hinten an! Na, klingelt’s???“
Maria antwortete:" Ja klar, aber hat denn dein Kadett auch Nebelscheinwerfer?"
Daraufhin Richard:" Na logo!"
Nun war ihr alles klar. Sie konnte sich zwar nicht mehr an das Gesicht erinnern, aber der Geruch von Schweinehack weckte Erinnerungen in ihr. Sie war natürlich gleich angetan und wollte sofort wissen, um wieviel Zentimeter der Kadett seitdem tiefergelegt wurde und wie es kommt, dass so ein netter, gutaussehender Typ noch nicht vergeben war.
Auf die Frage zu seinem Fahrwerk konnte er umgehend eine fachmännische Antwort geben, aber auf den zweiten Teil konnte er aufgrund eines epileptischen Anfalls nicht mehr näher eingehen.
Er lag am Boden und seine letzten Worte waren: „Maria, entweder du kratzt das Erbrochene aus meinem Hals oder ich geh hier drauf!“
Zehn Minuten später kam der Leichenwagen, aber Maria war schon mit Sigi, dem Schaufelbaggerfahrer unterwegs gen Sonnenaufgang.

Epilog

Eric hingegen machte sich an seinem Geburtstag nen gediegenen Abend mit Porno und Bier, und war in dem Sinne der eigentliche Gewinner der ganzen Geschichte.

:pillepalle:

frauen

aber ich liebe die geschichten, wo die spackos, auf die die frauen fliegeg verrecken… :smiley:

ähm? bitte um eine erklärung. diese geschichte ist nicht witzig und eigentlich und überhaupt und sowieso schlecht…

Das funktioniert so:
Suffkopp 1 schreibt die ersten paar Sätze einer Geschichte. Sobald er nicht mehr weiter weiß, schickt er die paar Sätze an Suffkopp 2, der den Faden der Geschichte aufnimmt und seinerseits ein paar Sätze schreibt. Dann geht das ganze wieder zurück an Suffkopp 1 und hin und her und nach einer Weile hat man ne Geschichte zusammen.
Ist im Prinzip nix anderes als dieses „Auf auf“ Spiel von Kampf.Kuh im Lagerfeuer, nur dass nicht nur ein Wort eingesetzt wird und nicht so viele Personen beteiligt sind.

Wem’s nicht gefällt - kann ich auch nix machen, aber da könnt ihr ja noch froh sein, dass ich die Fortsetzung nicht auch noch hier reingestellt hab, da lernt man mehr über Marias Methanabhängigkeit, ein geheimes Chili-con-Carne-Rezept, das auf einem Intimpiercing eingraviert ist und was ein sprechender Koyote mit einem Kopierer zu tun hat… :crazy_face:

…wenn das so ist bin ich dafür, sowas hier ganz dringend zu starten.

dann lieber mal ne echte kurzgeschichte :wink: wer lust hat kanns ja mal lesen

Wer nicht lacht - verliert. :zipper_mouth_face: