Benzinpreise

Hi, da uns vielen der Benzinpreis wahrscheinlich nicht egal ist, sollte man sich deshalb mal diesen Link ansehen: http://www.edsraziel.de/Benzinpreis.pdf

:motz:

Lustig, ich boykottiere seit Jahren Esso und Aral. Letztere waren zumindest in den Städten in denen ich gelebt habe, immer die ersten, die die Preise erhöht haben. Bringt aber eh nix… fahrt Rad.

exakt diese Boykottaufrufe (mit anderen Zahlen) hab ich schon mehrmals gesehen. Scheinen sich die Autofahrer nicht so ganz einig zu sein. Obwohl als damals Greenpeace Shell verteufelt hatte wegen der Versenkung der Ölplattform hats was bewirkt gehabt.

@Rade
wow dich liest man auch mal wieder :smiley:
Seit wann bist du denn in München?

Was für ein Schwachsinn. Jedes mal der gleiche Krampf, der die Foren und Postfächer zumüllt. Glaubt es oder nicht. Benzin ist - gemessen an der Kaufkraft - immer noch viel billiger als vor 30, 40 oder 50 Jahren. Und meiner Meinung nach ist es noch viel zu billig. Immer wenn ich Sonntags auf der Autobahn parke, merke ich, dass es anscheinend noch immer nicht zu teuer ist, Sonntags mit dem Auto in der Gegend rumzufahren. Und das in Massen. Sind das eigentlich die gleichen, die über die Woche ihre „Benzin-Wut“ rauslassen?

Der Trend zu großen Autos hält weiterhin an. Es gibt doch heutzutage kaum noch ein Auto, dass unter einer Tonne wiegt. Jede noch so kleine Initiative, durch Gesetzgebung o.ä. den Spritverbrauch zu senken, wird von den Lobbyvereinen radikal bekämpft. Die Hysterie und die Angst vorm Untergang des kompletten Abendlandes bei ADAC, Mineralöl- und Autoindustrie hat zum Teil wirklich fanatische Züge, wenn mal ein ernstzunehmender Politiker laut über ein Tempolimit nachdenkt.

Und wer nicht komplett seine Denkfähigkeit eingestellt hat, der weiß, dass die Spritpreise weiterhin steigen werden. Und zwar überproportional zu den übrigen Lebenshaltungskosten. Es ist seit mehreren Jahrzenten bekannt, dass die Ölvorräte endlich sind und Anfang dieses Jahrhunderts die maximale Förderquote erreicht wird/wurde. Aber es musste ja das billige Haus weit draußen sein. Die 1,5 Stunden Fahrt zu Arbeit sind ja nicht so schlimm. Diese Zersiedlung wurde mit der Pendlerpauschale auch noch vom Staat gefördert. Die gleichen Leute, die beim Hauskauf ordentlich auf Kosten der Umwelt und der Allgemeinheit Geld gespart haben, sind jetzt die größten Jammerer.

Rade hat wie immer Recht. Fahrt Rad!

Meine Antwort auf die steigenden Spritpreise: mit Gas Fahren :wink:

—> LPG

Ich freu mich drauf, wenn endlich die H-Autos in Serie gehen - zu erschwinglichen Preisen.

Von Gas halte ich persönlich nicht viel. Ist maximal eine Übergangslösung.

Und wie soll der Wasserstoff produziert werden? Vielleicht mit dem massiven Ausbau der Kernkraft?

Außerdem sind alltagstaugliche Tanks noch lange nicht in Sicht. Eine Woche bleibt der Wagen stehen und der Tank ist leer. Von der Unfallgefahr ganz zu schweigen. Wasserstoffantrieb für Autos ist eine Sackgasse.

Ne, mit riesigen Blaualgen-Kulturen. Gibt da welchen die Wasserstoff produzieren (wenn ich das nicht verwechselt hab) Oder per Sonnenenergie heise.de/tr/Auf-dem-Weg-zur- … kel/103476

Bezüglich Unfallsicherheit der Tanks hab ich nen Bericht gesehen, dass die sogar sicherer sein sollen als traditionellen Sprittanks (die aber entgegen mancher Filme auch nicht so flott in die Luft gehen)

Ich denke schon, dass Wasserstoff weiter interessant bleiben wird, vorrausgesetzt er wird auf umweltverträgliche Weise gewonnen. Das blöde ist, dass die größeren Automobil-Konzerne da schon nen Jahrzehnt oder so drann forschen aber irgendwie noch kein Interesse an der Serienreife haben

Richtig, Grilka. Das sind die gleichen Informationen, die ich ebenfalls kenne.

Wasserstoff in Verbindung mit Solar - besser Photovoltaik - wird wohl das nächste Technologiezeitalter bestimmen. Sofern man den Wirkungsgrad bei den Zellen weiter erhöht, kann man die Sonnenenergie in Form flüssigen Wasserstoffs speichern und somit transportfähig machen. Somit ist der Produktionsstandort unabhängig der Verbrauchsstelle und ist somit sehr ähnlich dem Erdöl und -gas.

Die Produktion via Blaualgen halte ich allerdings nicht wirklich für praktikabel. Zwar funktioniert es, aber man müsste riesige „Blaualgen-Farmen“ im Meer bauen. Dort den Wasserstoff aufzufangen wird zu schwer und zu teuer.

Einfacher ist die Gewinnung via Elektrolyse aus Wasser.

Klar ist es naiv und noch ein wenig visionär, aber ein Solarpark in der Sahara in der größe Baden-Württembergs oder Bayerns könnte den momentanen Energieverbrauch der westlichen Welt decken (incl. dem ansteigenden Verbrauch der nächsten 50 Jahre). Elektrolysiert man damit Wasser und proudziert so Wasserstoff, kann man es über Pipelines nach Europa / USA pumpen und dort an Tankstellen und Wasserstoffkraftwerken.

Eine weitere Möglichkeit wäre die Kernfusion, also das Gegenteil der Kernspaltung. Momentan forscht man daran, eine kleine Sonne auf der Erde „zu bauen“. Im kleinen Maßstab hat es schon funktioniert. Nun ist man nah dran, das erste Kernfusionskraftwerk zu bauen. Ich denke, in 10-20 Jahren wird das erste Kraftwerk in Betrieb genommen.

In einem Punkt muss ich dir aber noch widersprechen, Grilka. Es gibt bereits ein erstes H-Serienfahrzeug. Zwar nur in einer Stückzahl von 100, aber die werden momentan von der Prominenz in Hollywood gefahren um damit zu werben. Und es ist einer der größten, deutschen Autokonzerne : BMW. Das H-Auto heißt irgendwas mit Hydrogen 5 (oder so ähnlich).
Die Sicherheit zu bemängeln, obwohl Gas- und Benzintanks um einiges unsicherer sind, ist etwas… nunja… engstirnig.

Nochmal : es sind natürlich nur Möglichkeiten. Einiges wird möglich sein, einiges nicht. Einiges werden wir noch erleben, einiges nicht. Nichtsdestoweniger wird wohl Wasserstoff der Energieträger der Zukunft werden. Denn kein Element, dass Energie so effektiv speichern kann, kommt annähernd so häufig vor.

Anscheinend sind die Preise noch nicht hoch genug. Bin heute bei einer geschlossenen Bahnschranke vorbei gekommen, vor der die Hälfte der Autos munter weiter den Motor laufen ließen

da hast beim H2-Verbrenner von BMW recht. Aber bei reinen H2-Fahrzeugen ist das nicht der Fall.
Bei der Unfallfrage geht es auch voran. Der Wasserstoff entweicht bei Deformierung über ein Überdruckventil und ist zusätzlich mit Duftstoffen versetzt.

Aber generell hoffe ich eher auch BEV´s bzw. PHEV´s wofür ich vor kurzem ne Machbarkeitsstudie erstellt habeg

Die Preise sind einfach nur noch unverschämt. Früher hat man wenigstens die Hintergründe verstanden, warum die Preise steigen, aber mittlerweile hat man das Gefühl, dass die machen können was sie wollen und letzendlich tragen sie es auf unseren Rücken aus.

Ich fahre nach Österreich zum Tanken. Habe es da aber auch recht gemütlich, 15km von der Grenze. :wink:

Kann mir gar nicht vorstellen, dass das Tanken in Österreich billiger ist.

Kommt, zumindest in Bregenz, seit 3 Jahren fast auf’s gleiche raus. Tendenziell ist Österreich aber immer um einige Cent günstiger als die Stuttgarter Gegend.

Das hätte ich nicht gedacht. Ein Cent fällt auf Dauer ja dann doch schon ins Gewicht.

Ja, wenn man regelmäßig dort günstiger tanken kann, auf jeden Fall. Kommt halt immer auf die Entfernung an.